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  • »Cassiopeia23« ist weiblich
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Sonntag, 3. Juni 2018, 21:48

Basalinsulin bei Zeitverschiebung

Hallo Zusammen,

nach längerer Zeit melde ich mich wieder.
Gleich mit einer Frage. Ich fliege in zwei Wochen in die USA. Die Zeitverschiebung beträgt 7 Stunden.
Wer kann mir Tipps geben bezüglich Basalinsulin?
Ich spritze Lantus morgens und abends (halbieren quasi die Tagesmenge, weil ich mit dieser Methode sehr gute Erfahrung gemacht habe). Abflug ist um 15:40 deutscher Zeit und Ankunft um 18:25 Uhr Ortszeit (Minneapolis). Ich müsste also theoretisch um 21Uhr spritzen (=14 Uhr). Soll ich dann wieder um 21 Uhr Ortszeit spritzen, aber weniger (wenn ja, wieviel weniger? Kann man hier nach einer simplen mathematischen Formel vorgehen?) Oder soll ich nach 12 Stunden = nachts um 2???

Oder soll ich einfach mit Normalinsulin korrigieren?
Danke für die Antworten!
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Cassiopeia23« (3. Juni 2018, 22:26)


Kato

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Sonntag, 3. Juni 2018, 22:20

Deine Zeit bleibt gleich,wie lange bleibst du?Ich würde jeden Tag etwas angleichen,um ca 1-2 Stunden.So hat es bei mir gut geklappt.Viel Spaß
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Sonntag, 3. Juni 2018, 22:21

Wie lange bleibst du denn da? Wenn es länger ist, würde ich die Basalzeiten auf Ortszeit umstellen. Also spritzen wie zuhause, aber nach der jeweiligen Zeitzone. Da du nach Westen fliegst, verlängert sich dein Tag um 7h. Du könntest also überlegen, wie du die zusätzlichen Stunden überbrücken willst. Eventuell mit einer kleineren Extradosis Lantus für die Lücke, oder mit Bolus korrigieren.

Lg Hubi
Signatur Nur von innen sieht ein Hamsterrad aus wie eine Karriereleiter.

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Sonntag, 3. Juni 2018, 22:27

Bleibe nicht lange, bloß 10 Tage.
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Sonntag, 3. Juni 2018, 22:45

Die innere Uhr des Körpers (Hormonausschüttung u. s. w.) passt sich um täglich zwei Stunden an die neue Zeit an. Nach drei Tagen läuft dort also alles genauso, wie sonst zu Hause.

Nach der Reise zu Hause wieder täglich zwei Stunden in Rückwärtsrichtung.

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Sonntag, 3. Juni 2018, 22:50

Also ich würde das Ganze pragmatisch mathematisch lösen.

Zuhause spritz Du z.B. 2x12IE Lantus. Übersetzt 1 IE pro Stunde.
Da Du 7 Std Zeitverschiebung hast musst Du 7 IE zusätzlich einbauen.

Also morgens Deutschland normal spritzen. Um 21:00 deutscher Zeit im Flieger 7 IE spritzen und dann um 21:00 Ortszeit Amerika wieder die normale Dosis. Beim Rückflug natürlich umgekehrt.

Da ich Deine Insulindosis nicht kenne habe ich hier mit Beispielwerten gearbeitet - bitte anpassen.

Im Prinzip kannst Du deine Basalrate auf Stunden aufbröseln.
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Sonntag, 3. Juni 2018, 23:10

Dein Tag verlängert sich um 7 Stunden. Da du das Basal auf 2 Gaben verteilst, könntest Du wie folgt rechnen pro Stunde Zeitverschiebung müsstest du + 1/12 der gewohnten I.E. , im Flugzeug um 14:00 Uhr Ortszeit Minneapolis) spritzen. Und um 21 Uhr ( Ortszeit Minnesota) die gewohnten I.E. für die 21 Uhr Gabe in Deutschland. So weit zur Theorie, praktisch hat es bei mir persönlich oft zu Unterzuckerungen geführt :wacko: also habe ich ein kleines Stück weniger gespritzt und öfter korrigiert.

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Montag, 10. September 2018, 15:46

Möchte mich hier mal einklinken. Ich fliege im November für 5 Wochen nach Florida. Ich spritze aber ein Basalinsulin, welches 24 Stunden wirkt - Abasaglar. Normalerweise spritze ich es entsprechend einmal abends um 22.30 Uhr. Dann könnte ich es doch nach Florida-Zeit um 16.30 Uhr spritzen und die Zeit gar nicht an die Ortszeit anpassen oder wie geht das?

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Montag, 10. September 2018, 18:15

Dann könnte ich es doch nach Florida-Zeit um 16.30 Uhr spritzen und die Zeit gar nicht an die Ortszeit anpassen oder wie geht das?

Das kommt drauf an. Weil du ja erst ganz kurze Zeit Diabetes hast, produziert dein Körper wahrscheinlich noch etwas eigenes Insulin, und deine tägliche Basalinsulin Spritze unterstützt nur etwas. Dann könnte das Verschieben auf 16:30 Uhr vielleicht problemlos klappen.

Wenn dein Körper aber tatsächlich einen unterschiedlichen Insulinbedarf zu den verschiedenen Tageszeiten hat und dein Insulin auch nur gut wirkt, wenn du es um 22:30 Uhr spritzt, dann wirst du das nach drei Tagen merken, wenn sich deine innere Uhr an die Florida-Zeit angepasst hat. Dann hast du zum Frühstück und danach zu hohe Werte oder zu anderen Zeiten Unterzuckerungen. Dann kannst du die Spritzzeit ja auch auf 22:30 Uhr Ortszeit anpassen.

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Andy_K

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Montag, 10. September 2018, 20:51

Ich war im Juni in der USA. Im Vorfeld habe ich mir auch viele Gedanken gemacht, wie ich mit der Zeitverschiebung umgehen soll.
Im Netz findet man hierzu eine Menge Informationen, als Neuling ist man allerdings sehr verunsichert und versteht eventuell auch die Zusammenhänge nicht.

Ich habe mir deshalb die Mühe gemacht das Ganze auf Papier zu bringen, das hilft die Thematik besser zu verstehen.

Der ein oder andere wird das jetzt für übertrieben halten, mir hat es jedoch geholfen.

Das nachfolgende Beispiel bezieht sich natürlich auf auf meine Spritzzeiten sowie Korrekturfaktoren und Insulindosen und muss daher auf die eigenen Anforderung adaptiert werden.

In der Grafik gibt je einen Zeitstrahl Deutschland und USA. In der Mitte stehen Informationen zum Insulin-Korreturfaktor und KH-Faktor, dazu später mehr.

Ich spritze mein Basal 12 IE morgens um 7 Uhr.
Verteilt man das auf 24 Stunden, ergibt das rechnerisch 1IE auf 2 Stunden (rote Linie im linken Zeitstrahl).
Ich spritze also um 7 Uhr meine 12 IE.
Nach 24 Stunden müsste ich die nächsten 12 IE spritzen, zu diesem Zeitpunkt ist es in USA 22 Uhr (rechter Zeitstrahl).
Ich rechne also für die Zeit von 22 Uhr bis 7 Uhr morgens die anteilige Dosis, in meinem Fall 5 IE. Das deckt sich auch mit der offiziellen Berechnungsformel (roter Kasten unten)
Ab da kann ich wieder den regulären Rhythmus aufnehmen.
Man kann auch Zuhause zunächst nur Anteilig spritzen und dann in USA den zweiten Teil inclusive Zeitverschiebung spritzen (grüne Line), kommt aber aufs gleiche raus.

Kommen wir zum Insulin-Korreturfaktor und KH-Faktor.
Hier wird es schon etwas komplizierter.
Mein KH-Faktor beträgt morgens 1,5 mittags 1 und abends 0,8.
Der Stoffwechsel stellt sich nicht so schnell um, bei mir hat das etwa drei Tage gedauert.

Wenn man den Zeitstrahl anschaut, ist es um 7 Uhr USA-Zeit, in Deutschland 16 Uhr.
Heißt, mein KH-Faktor liegt nach deutscher Zeit bei 1 bzw. 0,8.
Würde ich nun von Beginn an den KH-Faktor in USA anwenden, würde ich mich wohl in den Unterzucker schießen.

Ich habe die ersten drei Tage durchgehend mit 1 gerechnet und dann auf den regulären KH-Faktor umgestellt, hat prima funktioniert.

Der Insulin-Korreturfaktor hat bei mir keine große Rolle gespielt, kann aber bei jemand anderem auch relevant sein.

Beim Heimflug einfach umgekehrt anwenden.

Wir waren mit dem Wohnmobil unterwegs und sind viel gelaufen. Die vielen Aktivitäten sollte man beim spritzen berücksichtigen.


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Montag, 10. September 2018, 23:26

Dann könnte ich es doch nach Florida-Zeit um 16.30 Uhr spritzen und die Zeit gar nicht an die Ortszeit anpassen oder wie geht das?

Das kommt drauf an. Weil du ja erst ganz kurze Zeit Diabetes hast, produziert dein Körper wahrscheinlich noch etwas eigenes Insulin, und deine tägliche Basalinsulin Spritze unterstützt nur etwas. Dann könnte das Verschieben auf 16:30 Uhr vielleicht problemlos klappen.

Wenn dein Körper aber tatsächlich einen unterschiedlichen Insulinbedarf zu den verschiedenen Tageszeiten hat und dein Insulin auch nur gut wirkt, wenn du es um 22:30 Uhr spritzt, dann wirst du das nach drei Tagen merken, wenn sich deine innere Uhr an die Florida-Zeit angepasst hat. Dann hast du zum Frühstück und danach zu hohe Werte oder zu anderen Zeiten Unterzuckerungen. Dann kannst du die Spritzzeit ja auch auf 22:30 Uhr Ortszeit anpassen.
Warum wirkt ein Basalinsulin zu verschiedenen Tageszeiten anders? Es heisst doch, dass es 24 Stunden wirkt und ich verstehe das so, dass dann 24 Stunden lang kontinuierlich eine bestimmte Menge Insulin abgegeben wird. Bin verwirrt ?(

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Montag, 10. September 2018, 23:35

Ich war im Juni in der USA. Im Vorfeld habe ich mir auch viele Gedanken gemacht, wie ich mit der Zeitverschiebung umgehen soll.
Im Netz findet man hierzu eine Menge Informationen, als Neuling ist man allerdings sehr verunsichert und versteht eventuell auch die Zusammenhänge nicht.

Ich habe mir deshalb die Mühe gemacht das Ganze auf Papier zu bringen, das hilft die Thematik besser zu verstehen.

Der ein oder andere wird das jetzt für übertrieben halten, mir hat es jedoch geholfen.

Das nachfolgende Beispiel bezieht sich natürlich auf auf meine Spritzzeiten sowie Korrekturfaktoren und Insulindosen und muss daher auf die eigenen Anforderung adaptiert werden.

In der Grafik gibt je einen Zeitstrahl Deutschland und USA. In der Mitte stehen Informationen zum Insulin-Korreturfaktor und KH-Faktor, dazu später mehr.

Ich spritze mein Basal 12 IE morgens um 7 Uhr.
Verteilt man das auf 24 Stunden, ergibt das rechnerisch 1IE auf 2 Stunden (rote Linie im linken Zeitstrahl).
Ich spritze also um 7 Uhr meine 12 IE.
Nach 24 Stunden müsste ich die nächsten 12 IE spritzen, zu diesem Zeitpunkt ist es in USA 22 Uhr (rechter Zeitstrahl).
Ich rechne also für die Zeit von 22 Uhr bis 7 Uhr morgens die anteilige Dosis, in meinem Fall 5 IE. Das deckt sich auch mit der offiziellen Berechnungsformel (roter Kasten unten)
Ab da kann ich wieder den regulären Rhythmus aufnehmen.
Man kann auch Zuhause zunächst nur Anteilig spritzen und dann in USA den zweiten Teil inclusive Zeitverschiebung spritzen (grüne Line), kommt aber aufs gleiche raus.

Kommen wir zum Insulin-Korreturfaktor und KH-Faktor.
Hier wird es schon etwas komplizierter.
Mein KH-Faktor beträgt morgens 1,5 mittags 1 und abends 0,8.
Der Stoffwechsel stellt sich nicht so schnell um, bei mir hat das etwa drei Tage gedauert.

Wenn man den Zeitstrahl anschaut, ist es um 7 Uhr USA-Zeit, in Deutschland 16 Uhr.
Heißt, mein KH-Faktor liegt nach deutscher Zeit bei 1 bzw. 0,8.
Würde ich nun von Beginn an den KH-Faktor in USA anwenden, würde ich mich wohl in den Unterzucker schießen.

Ich habe die ersten drei Tage durchgehend mit 1 gerechnet und dann auf den regulären KH-Faktor umgestellt, hat prima funktioniert.

Der Insulin-Korreturfaktor hat bei mir keine große Rolle gespielt, kann aber bei jemand anderem auch relevant sein.

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Danke für diese ausführliche Erklärung, die ich noch nicht ganz durchgeackert habe. Aber eine Frage habe ich: Wenn ich nur die Hälfte vom Basalinsulin spritze, z.B: 5 Einheiten, dann wirken diese 24 Stunden lang. Das bedeutet, dass ich bei Deiner Berechnung dann 5 Einheiten habe, die 24 Stunden lang wirken. Und dann nochmal 5 Einheiten später spritze. Dann habe ich aber in den ersten Stunden zu wenig Insulin. Oder wo denke ich hier falsch?

Tarabas

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Montag, 10. September 2018, 23:59

Warum wirkt ein Basalinsulin zu verschiedenen Tageszeiten anders? Es heisst doch, dass es 24 Stunden wirkt und ich verstehe das so, dass dann 24 Stunden lang kontinuierlich eine bestimmte Menge Insulin abgegeben wird. Bin verwirrt


Basalinsulin per Pen injiziert, wird nicht mit einer "bestimmten Menge abgegeben". Es liegt erstmal als großes Reservoir an der Enstichstelle vor. Schon dadurch ergibt sich, daß am Anfang eine andere Menge abgegeben wird als am Ende, wenn es nur noch eine kleine Kugel ist (weil die Oberfläche immer weiter sinkt).

Dann hat es ggf Stabilisatoren, die unterschiedlich wirken.

Anders ausgedrückt: Auch und gerade Basalinsulin hat eine Wirkkurve mit Buckeln, wo es besonders stark wirkt. google mal nacl Levemir und Wirkkurve oder so. Wenn man es gut timed, dann decken sich Wirkbuckel und Zeiten besonders hohen Basalbedarfs. Wenn das nun gegeneinander verschoben wird ...

Birgitt 333

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14

Dienstag, 11. September 2018, 08:28

Aha, jetzt kapiere ich. Das hätte mir mein Diabetesberater aber auch mal sagen sollen. Ich kann leider nirgends etwas über die genaue Wirkkurve finden. Danke für die Erklärung.

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Dienstag, 11. September 2018, 19:07

Aha, jetzt kapiere ich. Das hätte mir mein Diabetesberater aber auch mal sagen sollen.

Vielleicht gibt es bei dir noch keinen wechselnden Insulinbedarf je nach Tageszeit. Dann hat der Berater nichts falsch gemacht.

Wenn das so ist, kannst du bei der Heimat-Spritzzeit bleiben. Wie viel Insulin spritzt du denn jedenTag?

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Dienstag, 11. September 2018, 21:11

Bei so etwas ist eine Pumpe unschlagbar: Alle zwei Tage wird die Uhr, der Pumpe, um 2 Stunde hin zur Ortszeit umgestellt und gut ist.

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Dienstag, 11. September 2018, 21:30

Aha, jetzt kapiere ich. Das hätte mir mein Diabetesberater aber auch mal sagen sollen.

Vielleicht gibt es bei dir noch keinen wechselnden Insulinbedarf je nach Tageszeit. Dann hat der Berater nichts falsch gemacht.

Wenn das so ist, kannst du bei der Heimat-Spritzzeit bleiben. Wie viel Insulin spritzt du denn jedenTag?
Basalinsulin benötige ich 8 Einheiten. Beim Bolusinsulin liege ich so um 10 - 12 Einheiten täglich. Faktor ist eigentlich zu jeder Tageszeit 1:1, aber mittags und abends runde ich immer nach unten ab oder gönne mir ein halbes Duplo. Aber das Bolusinsulin ist ja nicht das Problem. Das passe ich den Mahlzeiten an und wenn die sich zeitlich verschieben ist es nicht so schlimm.

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Dienstag, 11. September 2018, 21:34

Bei so etwas ist eine Pumpe unschlagbar: Alle zwei Tage wird die Uhr, der Pumpe, um 2 Stunde hin zur Ortszeit umgestellt und gut ist.
Bei so etwas ist eine Pumpe unschlagbar: Alle zwei Tage wird die Uhr, der Pumpe, um 2 Stunde hin zur Ortszeit umgestellt und gut ist.
Ja, eine Pumpe war auch schon im Gespräch. Aber ich weiss von einigen Nutzern, dass die Pumpe für einen Strandurlaub nicht so geeignet ist und ich komme mit dem Pen auch ganz gut klar. Könnte ich dann nicht wie bei einer Pumpe auch schon einige Tage vorher anfangen und das Basalinsulin immer eine Stunde früher spritzen? In sechs Tagen müsste ich ja dann "am Ziel" sein.

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Dienstag, 11. September 2018, 23:29

Dazu müsstest du deinen Tagesrhythmus schon in Deutschland verändern, denn darum geht es.

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Arbyter

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Mittwoch, 12. September 2018, 08:36

Normalerweise spritze ich es entsprechend einmal abends um 22.30 Uhr. Dann könnte ich es doch nach Florida-Zeit um 16.30 Uhr spritzen und die Zeit gar nicht an die Ortszeit anpassen oder wie geht das?


Ich hab mich bisher zurück gehalten, da ich weder Typ 1 bin noch Erfahrung mit solchen Zeitverschiebungen habe. Ich hab aber einfach mal überlegt, was ich täte, wenn es mich beträfe ...

Da dein Bolusfaktor tageszeitlich kaum schwankt, vermute ich, dass sich auch dein Basalbedarf kaum im Tagesverlauf ändert. Damit stünde dir im Grunde völlig frei, wann du dein Basal zur Hand nimmst. Die Idee, um 16:30 Uhr zu spritzen wäre somit vermutlich problemlos möglich. Das würde natürlich bedeuten, dass du auch immer um 16.30 Uhr deinen Basalpen bei dir haben müsstest. Nun weiß ich nicht, wie du dort deine Zeit verbringen wirst. Aber >ich< würde mein Basal nicht immer mit mir herumtragen oder spätestens zu dieser Zeit wieder in der Unterkunft sein wollen. Deshalb würde >ich< den Injektionszeitpunkt verschieben wollen, egal ob diabetologisch nötig oder nicht.

Zu Miami beträgt die Zeitverschiebung -6 Stunden. Etwa 3 Tage rechnet man für die Anpassung des Biorhythmus. Somit würde ich versuchen, dort angekommen, die Basal-Zeit um täglich 2 Stunden zu verschieben (1. Tag 18:30, 2. Tag 20:30, 3. Tag ff. 22:30 Ortszeit). Ich denke, ggf. auftretende kleine Basallücken (eigentlich ja nur kleine Dellen im Profil) wären zu verschmerzen.

Für die Rückreise würde ich allerdings bereits in Florida mit der Rückrechnung beginnen. Vorletzter Tag 20:30, lezter Tag 18:30, zu Hause wieder 22:30 Uhr, damit du hier nicht mit einem Spritzzeitpunkt zur Schlafenszeit ankommst. Und in Florida während der Umstellung abends wegen der Basalüberlappung mit dem Bolus lieber etwas vorsichtig sein.

Liebe Grüße vom Arbyter
Signatur Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht!

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