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Karli

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Samstag, 19. August 2017, 14:26

Wettkampf mit hohem Blutzucker

Hallo,

mein Kind hat heute an einem Leichtathletik-Wettkampf teilgenommen, trotz stark erhöhter Blutzuckerwerte (Dexcom zeigte 345 mg/dl an). Die hohen Werte waren sicherlich auch der Aufregung geschuldet oder was auch immer.
Jedenfalls erwähnte ich gegenüber einer Ärztin, dass ich mir Sorgen mache, dass mein Kind jetzt mit diesen Werten laufen wird (50m Sprint). Daraufhin sagte sie mir, dass ich mich doch freuen könnte, weil die hohen Werte wie Doping wirken würden. Ich entgegnete, dass das nicht stimmt und dass er so eigentlich besser überhaupt nicht laufen sollte (was ich meinem Kind auch nicht antun konnte, weil er sich so gefreut hat - und am Ende tatsächlich auch gewonnen hat).
(Zur Info: Wir haben natürlich die Werte korrigiert und auch blutig nachgemessen). Der Wert ist dann nach dem Wettkampf auch wieder auf 90 mg/dl gesunken.

Dennoch hat es mich etwas verärgert, weil so getan wurde, als wenn er dadurch einen Vorteil gehabt hat.
Hier sind ja einige Experten. Wie steht es damit konkret - aus medizinischer Sicht?
Danke im voraus.
Gruß, Karli

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Karli« (19. August 2017, 14:35)


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Samstag, 19. August 2017, 15:26

Sicher sind 345 zu hoch aber die Aufregung an diesem Tag ist nicht ohne.
Schön das alles gut ausgegangen ist wobei 90 dann schon zu niedrig sind.
Wenn ich meine 3 bis 4 Stunden Sport mache dann versuche ich mit ca. 180 mg/dl zu starten, klappt aber auch nicht immer.
Signatur Gruß Hans :hihi:

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Samstag, 19. August 2017, 15:33

345 sind schon zu hoch für einen Sport-Wettkampf und auch leistungsmindernd. Allerdings würde ich nicht auf Normalwert runter korrigieren. 180-200 sind super für den Start und tatsächlich ein kleiner Vorteil gegenüber Nicht-Diabetikern.

LG Geri

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Samstag, 19. August 2017, 15:38

345 sind schon zu hoch für einen Sport-Wettkampf und auch leistungsmindernd.

Mir geht es um genau so eine Aussage, bzw. dass es eben kein Vorteil ist, mit solch hohem Wert zu starten. Mich hat nur sehr irritiert, dass eine Ärztin mir sagt, dass mein Kind dann wie gedopt laufen würde.

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Samstag, 19. August 2017, 15:40

Ist natürlich unsinn mit dem "wie doping wirken". weißt du ja selbst. dass ärzte, die keine diabetologen oder zumindest internisten sind, in der regel keine detailkenntnisse über diabetes haben, besonders nicht über typ 1, ist ja nichts neues...

aber du hast ja alles richtig gemacht. ich hätte ihn auch rennen lassen. und halt drauf geachtet, dass er ausreichend trinkt. bei solchen fragen, die den "diabetischen alltag" betreffen, würde ich einen fachfremden arzt gar nicht erst fragen. da weiß man nach kurzer zeit als betroffener/elternteil, wenn man sich einigermaßen informiert, selbst deutlich besser bescheid.

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Samstag, 19. August 2017, 15:40

180-200 sind super für den Start und tatsächlich ein kleiner Vorteil gegenüber Nicht-Diabetikern.

Kannst Du das bitte genauer erläutern?
Danke.

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Samstag, 19. August 2017, 15:45

Dass 180-200 ein vorteil sind, wage ich auch sehr zu bezweifeln. das liegt schon über der nierenschwelle und entzieht dem körper somit wasser. und der zucker wird in der muskelzelle gebraucht und nicht im blut. ist der bz zu hoch ist offensichtlich für den moment zu wenig insulin da, um ihn dorthin zu schaffen. die beste voraussetzung für gute leistung ist ein stabiler bz im normbereich. und das ist für uns natürlich schwierig zu bewerkstelligen. ein vorteil wird sich da für uns kaum ergeben.

der einzige sport, wo es in gewisser weise ein vorteil sein mag, diabetiker zu sein, ist bodybuilding auf hohem niveau. nicht wegen irgendwelcher hohen bz-werte, sondern weil man die körperperipherie einer höheren insulinkonzentration aussetzen kann, da bei der zufuhr von außen der pfortaderkreislauf umgangen wird. das dürfte aber durch die nachteile der bz schwankungen wieder mindestens ausgeglichen werden. und insulindoping im bodybuilding bei nicht-diabetikern hat schon das ein oder andere leben gekostet.

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Samstag, 19. August 2017, 15:46

Bei einem Kind ist der hohe BZ-Wert nicht so gravierend. Wenn ich vor meinem Sport den Wert hätten wäre mein Kopf gar nicht frei zum Starten und Übel wäre mir auch noch.
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Samstag, 19. August 2017, 17:44

Ich bin früher immer wieder Marathons gelaufen und bin eigentlich jeden Tag 15km+ gelaufen (ist schon eine Weile her). Bei längeren Läufen war es immer mein Ziel, mit 160-200 zu starten. Eigentlich habe ich das nur gemacht, um einen Puffer zur Hypo zu haben. Als Begleiterscheinung hat sich aber ergeben, dass die (Ausdauer)Leistungen im 160-200-Bereich eindeutig besser waren als im 100-Bereich. Ob das allerdings für 50m-Läufe relevant ist, weiß ich nicht. Auch weiß ich nicht mehr, wo bei mir die Nierenschwelle liegt.

LG Geri

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Samstag, 19. August 2017, 21:35

Moin,

nüchtern betrachtet ist die Schlussfolgerung:
Mehr Zucker im Blut -> Energie ist schneller in den Muskeln verfügbar

In wie weit das auch wissenschaftlich haltbar ist, das ist eine andere Sache ;)

Meine persönliche Erfahrung ist, dass ich im Sport einen Leistungsschub bei Werten um die 200-250 mg/dl habe. Warum kann ich mir nicht erklären, aber ich habe beim Sportbeginn in diesen Bereichen die besten Erfahrungen gemacht. Aber auch nur, wenn dieser Bereich relativ kurzfirstig vor dem Beginn erreicht wird und nicht länger besteht.

Ich sage, dass die 345 mg/dl sicher der Aufregung geschuldet waren. Adrenalin, wie es in Stressituationen ausgeschüttet wird, bewirkt dass der Körper leistungsfähriger wird und dementsprechend steigt auch die "Bereitschaft, den Muskeln möglichst viel Energie in kurzer Zeit zuzuführen.

Also keine Panik und auch bei den hohen Werten. Beim Korrigieren bitte aufpassen. Solche Situationen folgen keinem Schema. Korrekturen können einfach verpuffen oder, wenn das Adrenalin/Aufregung anchlässt, massive Unterzucker auslösen.

gruß und Glückwunsch zum 1. Platz :)

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Samstag, 19. August 2017, 22:06

nüchtern betrachtet ist die Schlussfolgerung:
Mehr Zucker im Blut -> Energie ist schneller in den Muskeln verfügbar


Es geht mir um die wissenschaftliche, medizinische Erklärung, ob es mit dem "Doping" durch hohe Werte nun etwas auf sich hat oder nicht.

Meiner Meinung nach nicht, denn mehr Zucker im Blut bedeutet nicht, dass der Zucker auch da ist, wo er im Muskel gebraucht wird. Warum ist der Zucker im Blut? Weil Insulin fehlt, warum auch immer.
Was hat das für Konsequenzen? Meiner Meinung nach eben auch Leistungseinschränkung und damit eher ein Nachteil im Wettkampf, weil die Muskeln und das Gehirn nicht genügend Zucker zum arbeiten bekommen, im schlimmsten Fall (bei uns jetzt nicht) Ketoazidose.

Aber scheinbar gibt es hier unterschiedliche Erfahrungen.
Wenn es aber so wäre, dass hohe Werte den Körper auf eine bestimmte Art dopen, dann müssten Diabetiker bei Wettkämpfen sicherlich nachweisen, dass sie eben nicht hohe Werte haben, denn sonst hätten sie ja tatsächlich einen Vorteil.

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Samstag, 19. August 2017, 23:22

Jeder diabetische Ausdauersportler startet Wettkampf und oft auch Training mit erhöhten Werten und fährt gut damit.

Zitat

Warum ist der Zucker im Blut? Weil Insulin fehlt, warum auch immer.
Ja, so ist es - vor dem Wettkampf. Sobald die aerobe Ausdauerbelastung beginnt, setzt die bekannte Insulinsensibilisierung ein, es ist plötzlich genug Insulin vorhanden und der Körper kann sich der Zuckerdepots im Blut bedienen. Der Vorteil hält aber nicht übermäßig lange an, bald sind die Zuckerüberschüsse verbraucht und dann heißt es, ohne Hypo bis zum Ende durch zu kommen. Dass KH vor dem Start auf die Dopingliste kommen - das sehe ich eher gelassen.

Anaerobe Belastungen, zB. bei Sprints, führen eher zu einer Blutzuckersteigerung. Auch Nicht-Diabetiker kommen da schnell mal auf 180mg/dl. Wie Freestyler schon erwähnt hat, darf man aber einen durch anaerobe Belastung erhöhten Wert von zB. 300 nicht gleichsetzen mit einem gleichen Wert, der durch Süßigkeiten hervorgerufen wurde. Diese Werte korrigieren sich zum Teil selbst nach unten. Korrigiert man hart nach Schema, kann man leicht in die Hypo kommen.

LG Geri

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Samstag, 19. August 2017, 23:42

nüchtern betrachtet ist die Schlussfolgerung:
Mehr Zucker im Blut -> Energie ist schneller in den Muskeln verfügbar


Es geht mir um die wissenschaftliche, medizinische Erklärung, ob es mit dem "Doping" durch hohe Werte nun etwas auf sich hat oder nicht.

Meiner Meinung nach nicht, denn mehr Zucker im Blut bedeutet nicht, dass der Zucker auch da ist, wo er im Muskel gebraucht wird. Warum ist der Zucker im Blut? Weil Insulin fehlt, warum auch immer.
Was hat das für Konsequenzen? Meiner Meinung nach eben auch Leistungseinschränkung und damit eher ein Nachteil im Wettkampf, weil die Muskeln und das Gehirn nicht genügend Zucker zum arbeiten bekommen, im schlimmsten Fall (bei uns jetzt nicht) Ketoazidose.
Genau so ist es. Ein erhöhter BZ bedeutet nicht "schneller verfügbare energie", sondern genau das gegenteil. beim gesunden wäre die glukose längst im muskel angekommen und nicht mehr im blut. dazu kommt noch der besagte wasserverlust, sowohl auf zellulärer ebene, als auch insgesamt über die niere. einen objektiven vorteil durch erhöhten BZ halte ich für ausgeschlossen. ausgenommen ein reiner plazebo effekt.

eine kurzfristige BZ erhöhung, die durch den Sport selbst auch beim gesunden ausgelöst wird, bedeutet zusätzliche glukose, die aus den leberglykogenspeichern freigesetzt wird, daher macht das Sinn. nicht weil der bz hoch ist, sondern weil schnell viel zusätzliche glukose geliefert wird. eine BZ erhöhung, die durch insulinmangel zustande kommt ist hingegen einfach nur kontraproduktiv. das ist energie, die eigentlich längst am zielort sein könnte.

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Sonntag, 20. August 2017, 00:15

Vor Sport mit hohem Blutzucker, der durch (Basal-)Insulinmangel verursacht ist, also in Richtung zu einer Ketoazidose, wird immer gewarnt. In dem Fall soll das ungesund sein. Warum weiß ich nicht.

Das hat aber nichts mit dem hohen Blutzucker durch Kohlenhydrate, z. B. vorsorgliche Sport-BEs zu tun.

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Geri

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Sonntag, 20. August 2017, 00:27

Zitat

Genau so ist es. Ein erhöhter BZ bedeutet nicht "schneller verfügbare energie", sondern genau das gegenteil. beim gesunden wäre die glukose längst im muskel angekommen und nicht mehr im blut. dazu kommt noch der besagte wasserverlust, sowohl auf zellulärer ebene, als auch insgesamt über die niere. einen objektiven vorteil durch erhöhten BZ halte ich für ausgeschlossen. ausgenommen ein reiner plazebo effekt.
Sprichst du hier aus persönlicher Erfahrung bezüglich Ausdauersport?

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Sonntag, 20. August 2017, 00:39

Zitat

Genau so ist es. Ein erhöhter BZ bedeutet nicht "schneller verfügbare energie", sondern genau das gegenteil. beim gesunden wäre die glukose längst im muskel angekommen und nicht mehr im blut. dazu kommt noch der besagte wasserverlust, sowohl auf zellulärer ebene, als auch insgesamt über die niere. einen objektiven vorteil durch erhöhten BZ halte ich für ausgeschlossen. ausgenommen ein reiner plazebo effekt.
Sprichst du hier aus persönlicher Erfahrung bezüglich Ausdauersport?
Ich betreibe keinen Ausdauersport auf höherem niveau. aber selbst für 45 minuten auf dem fahrrad bleibt mir natürlich als diabetiker nichts anderes übrig als mit einem etwas erhöhten wert zu starten. einfach um nicht direkt in eine hypo zu rauschen. die vorstellung, dass einem das dank "schneller verfügbarer energie" einen vorteil gegenüber nicht-diabetikern bringen würde, lässt sich aber aus wissenschaftlicher sicht nicht halten.

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Sonntag, 20. August 2017, 00:48

Dann geh mal auf Leistung und miss die Zeiten mit erhöhtem und mit normalen BZ.

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Sonntag, 20. August 2017, 07:38

@Karli
Hast du den Ketonwert bestimmt ?
Daran hätte ich festgemacht, ob ich das Kind starten lasse oder nicht. Mit einem erhöhten Ketonwert (2 fach oder 3 fach) und steigendem Blutzuckertrend auf keinen Fall. Das ist so ein Wettbewerb nicht wert, dass das Kind danach eine Ketoazidose hat.
Aber du hast ja richtig entschieden und auch das zusätzliche Trinkenlassen war eine gute Idee.

Vor Sport mit hohem Blutzucker, der durch (Basal-)Insulinmangel verursacht ist, also in Richtung zu einer Ketoazidose, wird immer gewarnt. In dem Fall soll das ungesund sein. Warum weiß ich nicht.
Bei positivem Ketonwert ist man im absoluten Insulinmangel und die Zuckerausschüttung der Leber wird nicht mehr gehemmt. Auch während des Sports steigt der Blutzucker weiter an, die Glukose kann ohne Insulin auch nicht vom Muskel aufgenommen werden und das Blut übersäuert. Die Ketoazidose entwickelt sich unter sportlicher Belastung also noch schneller als sonst.

LG
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Sonntag, 20. August 2017, 08:28

Hast du den Ketonwert bestimmt ?


Nein, den Ketonwert haben wir nicht bestimmt. Ich weiß, dass wir das theoretisch hätten tun sollen. Aber insgesamt bin ich schon davon ausgegangen, dass der höhere Wert durch den (eventuell doch zu) hohen Sportbolusabzug beim Frühstück, die Aufregung und den Sprint vorher beim Weitsprung entstand und haben deswegen nur blutig gemessen und vorsichtig Insulin abgegeben.
Die hohen Werte waren nicht von Dauer, nur mache ich mir trotzdem immer Sorgen.
Es ist ja auch alles gut gegangen. Es hat mich nur die Aussage der Ärztin geärgert (deren Kind der beste Freund meines Kindes ist) und der eigentlich (aus ihrer Sicht) den Wettkampf hätte gewinnen sollen. :D

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Sonntag, 20. August 2017, 11:27

Aber insgesamt bin ich schon davon ausgegangen, dass der höhere Wert durch den (eventuell doch zu) hohen Sportbolusabzug beim Frühstück, die Aufregung und den Sprint vorher beim Weitsprung entstand und haben deswegen nur blutig gemessen und vorsichtig Insulin abgegeben.
Da hat dein Bauch und deine Erfahrung richtig entschieden. :thumbsup:
Es hat mich nur die Aussage der Ärztin geärgert (deren Kind der beste Freund meines Kindes ist) und der eigentlich (aus ihrer Sicht) den Wettkampf hätte gewinnen sollen. :D
Dann ist sie eine schlechte Verliererin. :D

LG
zuckerstück

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