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Dienstag, 22. Mai 2018, 19:14

IMHO ist striktes LC HP/HF ein brutaler, aber valider Ansatz eine T2 in den Griff zu bekommen. Typ-2 war mir gar nicht bewusst, mit etwas Beihilfe der angeschossenen BSP sind Hülsenfrüchte aller Art tatsächlich kein Thema. Die kommen ganz langsam über Stunden.
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Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

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Dienstag, 22. Mai 2018, 20:59

@Butterkeks, es wäre natürlich zu schön, wenn es so funktionieren tät, wie sagst. . Ich habe es probiert, Mopros und auch Hülsenfrüchte, ich habe keine Chance dagegen anzukommen. Ich bräuchte dafür viel zu viel Apidra, auf einmal sowieso nicht, nur sukzessive nachgespritzt. Das Apidra und sogar Altinsulin schaffen es nicht, den hohen BZ abzuräumen in angemessener Zeit, Das geht viele Stunden und es ist nicht gut, die nächste Mahlzeit , die schon wartet , einzunehmen und wieder was drauf zu setzen. Es ist auch nicht genau bekannt, was für einen Diabetes ich mir da eingehandelt habe. Er hängt mit der Leberzirrhose zusammen. Aber ich kann das biochemisch nicht erklären. Ich bin sowieso ein Orphan Desease Patient.Forschung gibt es nur sehr wenig. Das grenzt an Liebhaberei bei wenigen Ärzten. Eine Aussage (sinngemäß) stimmt haargenau: , kleine Mengen machen kleine Probleme, goße Mengen machen große Probleme. Und dieses künstliche Insulin ist ein Teufelszeug. Es geht mit dem Bz-Anstieg nie parallel. Und deswegen esse ich nichts, was meine mühsam erschaffene Balance stören könnte. Ich hätte auch nie gedacht, dass es mir mal wieder so saugut gehen würde.... aber klopf auf Holz....

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LocMa

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Dienstag, 22. Mai 2018, 22:06

Ich habe es probiert, Mopros und auch Hülsenfrüchte, ich habe keine Chance dagegen anzukommen. Ich bräuchte dafür viel zu viel Apidra, auf einmal sowieso nicht, nur sukzessive nachgespritzt. Das Apidra und sogar Altinsulin schaffen es nicht, den hohen BZ abzuräumen in angemessener Zeit, Das geht viele Stunden und es ist nicht gut, die nächste Mahlzeit , die schon wartet , einzunehmen und wieder was drauf zu setzen.

Damit man sich das mal vorstellen kann, schreib mal irgendein Beispiel-Essen, ein Glas Milch oder ein Becher Joghurt oder eine Scheibe Brot. Wieviel Apidra brauchst du dafür, also was verstehst du unter "viel zu viel auf einmal"? Bei mir beträgt ein normaler Mahlzeitenbolus je nach dem was und wie viel ich esse zwischen 4 und 15 Einheiten Insulin. Zählt das für dich schon als "viel zu viel", oder hast du da ganz andere Größenordnungen?

DIe andere Frage, wie hoch ist der Blutzucker, den du meinst, dass das Apidra ihn nicht abräumen kann? Normal sagt man, der BZ sollte nach dem Essen nicht über 180 mg/dl steigen und nach spätestens drei Stunden wieder auf normal sein. Steigt er bei Kohlenhydrathaltigen Mahlzeiten bei dir höher oder ist er länger oben?

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Mittwoch, 23. Mai 2018, 00:24

@Cindbar,
Für eine einzige Pizza brauche ich summasummarum so um die 30 IE Apidra , verteilt auf 2-3 Stunden, manchmal auch mehr, wenn noch ein Eis dazu kommt oder ein alkfreies Bierchen. Ohne Insulin oder wenn ich nicht zeitig genug abgepaßt habe, wäre ich bei 350 BZ oder noch mehr gelandet. und bis sich diese Höhenwanderung wieder ganz herunterfährt können schon mal 12 Stunden vergehen. Es hängt eben nach....
Ich habe mit diesen Erfahrungen dann angefangen, niemals mehr eine komplette Pizza zu verspeisen. Der ganze Mix aus KH, Eiweiß und Fett , denke ich , bewirkt das. Aber 1/8 Pizza ist auch nur 1/8 Spaß. Das kann ich verschmerzen, aber die Insulinmengen sind nicht besonders gesundheitsfördernd, zumal ich ja auch beiläufig mehr und mehr zugenommen habe. Insulin ist nunmal nicht umsonst ein Mastmittel in der Massentierhaltung. Normal im Alltag habe ich so 25 -30 IE Apidra insgesamt gebraucht, plus natürlich 26 IE Lantus als fixe Größe am Abend vorm Zubettgehen.
Ansonsten bin ich kein Zahlenfriedhofsgärtner. Einmal oder zweimal die gleiche Negativerfahrung, dann weiß ich wieviel Insulin ich gebraucht habe bei meiner gemischt, kh lastigen Kost. Aber nur "weniger essen" war eben nur wenig dauerhaft von Erfolg.
Erst als ich Paleo- low carb kennenlernte, wendete sich alles. Und der Versuch war es mir wert, von den hohen Insulinmengen runter zukommen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Myfairlady« (23. Mai 2018, 00:30)


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LocMa

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Mittwoch, 23. Mai 2018, 08:33

Zitat

Normal sagt man, der BZ sollte nach dem Essen nicht über 180 mg/dl steigen und nach spätestens drei Stunden wieder auf normal sein.

Nur um dem Thema dieses Threads noch mal gerecht zu werden:

Wenn man sich very low carb ernährt und der Methode von Dr. Bernstein folgt, gibt es keinen postprandialen Anstieg (auch bei gesunden Menschen gibt es bei einer low carb Ernährung keinen solchen Anstieg).

Würde ich bei mir einen BZ von über 90 oder 95 mg/dl 2 Stunden nach dem Essen messen, würde ich den SEA vergrößern.

Ein permanenter HbA1c von unter 5 % über Jahre hinweg bei tausenden und abertausenden Menschen, die der Methode von Dr. Bernstein folgen, ist ja kein statistischer Ausreißer…

Zitat

Wobei bei mir Hülsenfrüchte wie Bohnen & Erbsen relativ unproblematisch sind und mit Bolus eingefangen werden.

Um das sauber zu trennen: Hülsenfrüchte haben in einer very low carb Ernährung nach Dr. Bernstein absolut nichts verloren. Rote Linsen (nur als Beispiel) bestehen zu 50 % aus Glukose (50 g KH pro 100 g) und knapp 30 % EW. Resistant starch hin oder her: 100 g rote Linsen haben bei mir früher 8,5 IE Actrapid benötigt (als absolutes Minimum). Und was isst man dann dazu? Dann ist man mit dem Bolus für diese eine Mahlzeit schon deutlich über meinem Tagesbedarf unter very low carb. Nur zur Überlegung: wieviel Glukose sind noch mal in 100 g Saccharose?

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Mittwoch, 23. Mai 2018, 12:09

Hallo LocMa,
Ich hatte mit dem SEA auch experimentiert. Vom Vergrößern des SEA bin ich aber wieder abgekommen, Ich habe immer zum Essen , vor allem außerhalb , geschätzt, was ich so an Bolus brauchte. Das hat so einigermaßen pi mal Daumen geklappt, da ich immer irgendwie dasselbe zu essen gewählt habe und auch wußte, wie der BZ darauf reagierte. Nur es war halt viel zu grob geschätzt. Ich habe immer zu Beginn einer Mahlzeit gemessen und gespritzt, um nicht zu vergessen, dass ich gespritzt habe.
Seit ich nun die letzten Monate praktisch bei NoCarb gelandet bin und auch einige zusätzliche Ernährungstipps zur Obstvermeidung und vermehrt kh-haltigen Gemüsesorten durch Dr. Bernstein aus seinen Videoseminaren beachte, ferner auch keine Mopros mehr verzehre, ist hoher BZ bei mir eigentlich kein Thema mehr.
Was mich trotzdem noch beschäftigt, ist dass ich immer noch gelegentlich tagsüber nach einer Mahlzeit , ohne dass ich damit rechne, bei 140 - 150 lande. Ich denke, das liegt an versteckten Kh, die ich durch Salatsoßen (trotz selbst gemixter) oder Nüssen z. B. zugeführt habe, sonst niemanden der "normalen" sonst gesunden Diabetiker tangieren, denk ich mal. . Bei fetthaltiger Sahne in den Kaffee, kann ich drauf warten bis der BZ hochgeht. Sahne hat nur 3g KH pro 100g.
Es kann auch an der Cortisolausschüttung liegen oder an der Gluconeogenese, der Zuckerhaushalt wird ja von der Leber intern gesteuert. Die ist ja auch nicht gesund bei mir. Ferner habe ich natürlich auch eine leicht ketogene Stoffwechsellage. Und wer weiß, wie resistent ich immer noch auf Insulin reagiere.
Und dann sind da noch die unzuverlässigen BZ- Meßgeräte und die Solostars, diese Plastikbomben !
Es ist schon spannend, die eigenen Beobachtungen und Erfahrungen zu verfolgen.
Ich habe aber schon viel gewonnen, und ich wäre bescheuert, wenn ich das Rad zurückdrehen würde.
Was ich total interessant finde, ist dass ich andere Zubereitungsarten gelernt habe und noch lernen werde. Also ich werde immer satt, es schmeckt mir !
Was auch sehr viel Aufklärungsbedarf benötigt , ist das verdammt stark überzuckerte Angebot der LM Industrie. Prof. Spitz sagte einmal, überall, wo ein Etikett dran klebt, davon wird man krank. Zucker in vielen Varianten steckt in den Verpackungen, Zucker ist Geschmacksverstärker .... und macht süchtig.... wenn man nicht aufpasst. Ich brauch 98% dieses Angebots nicht mehr.

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