butterkeks

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61

Montag, 14. Mai 2018, 15:15

Hier geht es viel ums laufen, aber ich glaube manches was da funktionieren mag lässt sich auf andere Sportarten kaum übertragen.
Die Belastung beim laufen ist gleichmäßig, zumindest auf ebener Strecke und ohne "Intervalltraining" und sonstige Spässe. Viele Läufer überwachen genau ihren Schnitt usw.
So gut planbar sind aber die wenigsten Sportarten.
Bei zB Ballsport hat man aber immer wechselnde Belastung mit Sprints usw,egal ob man das jetzt trainieren wollte oder nicht. Beim radfahren spielen Wind und Strecke (Steigungen, Untergrund) eine grosse Rolle.
Zum Beispiel "Carbs aufladen nur bei Sprints und Intervalltraining" - Mag beim laufen/joggen funktionieren, bei anderen Aktivitäten hat man aber immer etwas "Intervalltraining" mit dabei ohne dass man es jetzt speziell trainieren wollte. Gerade dass macht es ja auch erst spassig, wer joggt oder radelt schon gerne an schnurrgeraden ebenen Wegen entlang?
schon klar. Aber das macht die Erfahrung. Ich laufe auch ab und an Single-Trails im Mittelgebirge und mache auch HIIT, das ist dann eine ganz andere Belastung und geht auch problemlos. Aber Grundlage sind halt lange langsame Fettstoffwechselläufe. Davon profitiert man dann auch bei Intensiven Workouts.

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Montag, 14. Mai 2018, 17:13

Zitat


Und etwas ganz entscheidendes ist das BZ-Messgerät . Unabhängig von DIN messen im Bereich 70 bis 110 mg/dl nur zwei Geräte wirklich genau: Freestyle Freedom Lite und Contour Next (One).

Es gibt unter den Patienten von Dr. Bernstein in den USA einfach Freaks, die sich für 2500 bis 3000 USD Laborgeräte gekauft haben und die handelsüblichen Messgeräte mit diesen Laborgeräten gegenchecken.

Ich kann mich noch an mein früheres Accu-Chek erinnern. Hab das nach der Lektüre von Diabetes Solution mit dem gleichen Blut vom Labor verglichen und es war üblich, dass mein Gerät 80 mg/dl angezeigt hat und der Laborwert 150 mg/dl war. Beim dann zugesendeten Ersatzgerät das gleiche Problem. Dann darf man sich über seine Probleme bei der Einstellung nicht wundern…

Wenn man alle Punkte aus Diabetes Solution umgesetzt hat bleiben nach Dr. Bernstein einige wenige T1, bei denen der BZ immer noch „unüblich“ schwankt. In den allermeisten Fällen sind das Patienten mit ausgeprägter Gastroparese. Diesen T1 oder insulinpflichtigen T2 hat er ein eigenes Kapitel gewidmet. Bei ihm selbst ist seine Gastroparese erst nach 7 Jahren BZ-Normalisierung ausgeheilt.


Hast du zu diesen Versuchen genauere Infos?
Ein Teil der Abweichung, die du beobachtet hast, kann daher kommen, dass dein Gerät damals möglicherweise noch vollblut- und nicht plasmakalibriert war. Zudem vergleichst du Kapillarblut mit venösem Blut, auch da kann es merkliche Unterschiede geben. Wurde das bei den Tests beachtet, indem venöses Blut auf die Teststreifen gegeben wurde statt dem üblichen Blutstropfen aus der Fingerbeere?
Eine Überprüfung mit einer vernünftigen Testlösung erscheint mir da ansonsten fast aussagekräftiger als teure Laborgeräte zu kaufen, um dann Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

LocMa

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Montag, 14. Mai 2018, 19:25

Das Accu-Chek war genauso wie das F Freestyle Freedom Lite und das Contour Next One Plasma kalibriert.

Man kann bezüglich der Methode von Dr. Bernstein unterschiedlicher Meinung sein. Ich muss mich aber schon darauf verlassen können, dass er als zugelassener Facharzt für den Bundesstaat New York weiß, wie man Blutzuckerwerte aus venösem Blut bzw. Kapillarblut interpretiert. Ich kann aber gerne bei ihm direkt nachfragen. Für Europa wird auf https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3570840/als Quelle verwiesen. Nur sagt diese Studie nichts darüber aus, wie nahe die Geräte beim Laborwert liegen.

Die beiden von mir genannten Geräte liegen halt im Bereich von 70 bis 110 (oder 120) am genauesten am Laborwert - und dieser Bereich ist nach der Methode von Dr. Bernstein halt von Relevanz. Außerhalb von diesem Wertebereich mag es deutlich genauerer Geräte geben oder auch nicht.

Die Abweichung beim Freestyle Freedom Lite beträgt (bspw. bei einem Infekt) bei einem BZ von 175 locker plus/minus 35 mg/dl (drei mal hintereinander vom gleichen Blutstropfen gemessen).

Das mit den Testlösungen ist natürlich ein naheliegender Gedanke. Nur: mich interessiert die Genauigkeit bei 400 mg/dl nicht. Man müsste bspw. 2 oder 3 Tropfen von der niedrigen Testlösung mit einem Tropfen von der höheren Testlösung mischen, um im Bereich von 70 bis 120 mg/dl zu landen - und ich persönlich halte das für fehleranfällig.

nikp

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Montag, 14. Mai 2018, 21:11

schon klar. Aber das macht die Erfahrung. Ich laufe auch ab und an Single-Trails im Mittelgebirge und mache auch HIIT, das ist dann eine ganz andere Belastung und geht auch problemlos. Aber Grundlage sind halt lange langsame Fettstoffwechselläufe. Davon profitiert man dann auch bei Intensiven Workouts.


Also, wird doch die Grenze, nicht durch die körperliche Leistungsfähigkeit gelegt, sondern durch eine Ernährung die nicht in der lage ist Energie schnell genug nachkommt zu lassen, oder?

Dann verstehe ich aber die Antwort hierauf nicht.

Zitat



Bei Sport ( eingefügt Wetbewerbssport/Leistungssport, ich vergesse das immer zu erwähnen) wird mit Energie aus verseidenen Quellen gearbeitet. Da sowohl die KH Reserven limitiert sind und das nachliefern von Energie aus anderen Quellen, wie z.B. Proteine und Fett, eine Zeit bedarf landet man irgendwann in ein Hungerast wen man nicht schnell KH zuführt (auch als Nichtdiabetiker). Nach der Anstrengung müssen die Reserven, auch KH Reserven, wie aufgefüllt werden.... zumindest wenn man am nächten Tag wieder die gleiche Leistung erbringen muss und keine schweren UZ- als Diabetiker- Produzieren möchte.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »nikp« (14. Mai 2018, 21:34)


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Ove

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Dienstag, 15. Mai 2018, 10:52

Also, ich würde mein Leben (insbesondere Gartenarbeit, Rumwerkeln, u.ä.) vor der Umstellung auf Low Carb als "nur eingeschränkt zumutbar" bezeichnen.
Ständiger Hypo-Verdacht. Ständig nachmessen und ggf zwangsweise naschen. Arbeitsunterbrechungen wegen Hypo. Oder eben ständig zu hoher BZ, weil ich den KH-Bedarf zu hoch eingeschätzt hatte.
Und "eingeschränkt zumutbar" ist noch untertrieben.

Seit der Umstellung auf LC ist mein Stoffwechsel erheblich stabiler. Bei ähnlich unregelmäßigem Bewegungspensum.
Da nehme ich bei bestimmten sportlichen Wiederholungs- / Intensitätsbereichen gern Einschränkungen in Kauf.

Mag sein, dass andere mit mehr KH und mehr Insulin auch gut klar kommen.

Aber wenn es mir so enorm weiter geholfen hat, ist es doch legitim, dies in einem Forum auf entsprechende Nachfrage als gut gemeinten Ratschlag weiter zu geben.
Ob der Fragensteller diesen Tipp annimmt oder nicht, ist dann seine Entscheidung.

Julmond

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Dienstag, 15. Mai 2018, 11:41

Kommt doch darauf an wie man es "rüberbringt" oder auch "versteht" :)

Ich lebe in der Regel unter der Woche 16:8, würde es aber nie als "allein-selig-machend" bezeichnen.

Und meine Werte sind nun auch stabil.

Muß jeder für sich herausfinden was ihm gut tut.



Gruß Julmond

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cheers2

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Dienstag, 15. Mai 2018, 13:53

Hi LCler,

was ist 16:8?

vielen Dank

VG cheers
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butterkeks

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Dienstag, 15. Mai 2018, 14:12

Ich tippe mal auf Kurzzeitfasten, also 16 Stunden nichts essen, und 8 Stunden futtern.
Hat jetzt nichts mit Bernsteins Methode zu tun.
Ist aber nur eine Vermutung.

Grounded

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Dienstag, 15. Mai 2018, 15:15

Nicht direkt. Es zwingt den Körper aber auch in den ;Modus "ich muss Fett und Eiweiss verbrennen Modus, wenn auch nicht so konsequent wie NO/Low Carb. Nach einer Umstellung "später" aber sicher nicht verkehrt.
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butterkeks

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 07:01

Nicht direkt. Es zwingt den Körper aber auch in den ;Modus "ich muss Fett und Eiweiss verbrennen Modus, wenn auch nicht so konsequent wie NO/Low Carb. Nach einer Umstellung "später" aber sicher nicht verkehrt.
ja, man kann damit seinen Stoffwechsel flexibel halten und innerhalb des Essfensters sich ganz normal und sozial- und kantinenverträglich einem (moderaten) Kohlenhydrategenuss hingeben.
Ich persönlich lasse unter der Woche komplett das Frühstück weg (bis auf Kaffee mit bisschen Sahne) - und hab damit einerseits einen täglichen Basalratentest, andererseits muss ich mich nicht mit der Tageszeit mit der höchsten Insulinresistenz rumärgern. Um bei Bernstein zu bleiben, er empfiehlt hier die Verteilung 6/12/12g Carbs im Tagesverlauf für einen normal aktiven Erwachsenen.

Ich denke, so variieren viele das Bernstein-Protokoll, ich sehe es als gute Leitlinie die ich nach bestem Wissen und Gewissen an meine Lebenswirklichkeit anpasse, und nicht umgekehrt.
Patienten-Empowerment ist hier das Schlüsselwort, und das bedingt auch, dass der Patient nicht nur über die Möglichkeiten der Medikation und Technik aufgeklärt ist, sondern auch über Möglichkeiten die eine Ernährungsumstellung bieten.

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 07:27

Zitat

Ich denke, so variieren viele das Bernstein-Protokoll, ich sehe es als gute Leitlinie die ich nach bestem Wissen und Gewissen an meine Lebenswirklichkeit anpasse, und nicht umgekehrt.

Dr. Bernstein isst ja auch nur zwei mal am Tag. Aber wenn dann ein HbA1c – sowie von Pelzlöffel angemerkt – im 6er oder 7er Bereich herauskommt, ist bei der Variation vom Bernstein Protokoll gewaltig was schief gelaufen. Weil nach Bernstein Protokoll sollte er unter 5 % liegen (wobei die Referenzbereiche für HbA1c in den USA andere sind).

Ein moderater KH Genuss wird auch – aller Wahrscheinlichkeit nach – für Menschen mit Übergewicht und/oder metabolischem Syndrom nicht gut funktionieren.

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 08:56

Ein moderater KH Genuss wird auch – aller Wahrscheinlichkeit nach – für Menschen mit Übergewicht und/oder metabolischem Syndrom nicht gut funktionieren.

Warum nicht ... im Sinne von: Wie meinst du das?

Neugierige Grüße vom Arbyter
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LocMa

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 09:45

Solange Glukose über die Nahrung zugeführt wird, wird der Körper die Energie immer aus der Glukose gewinnen. Nicht, weil er will, sondern weil er muss – ein steigender Blutglukosespiegel ist für den Körper toxisch.

Die Glukose, die die Muskeln nicht aufnehmen wird der Körper in Triglyceride umwandeln und schließlich als Viszeralfett speichern. Und solange das der Fall ist, wird der Körper die eigenen Fettreserven nicht angreifen.

Der Körper kann körpereigenes Fett nicht wieder in Glukose zurückbauen, sonst wär Abnehmen ein Kinderspiel (Ausnahme sind Inuit, die das offenbar auf Grund eines „Gendefekts“ können).

Was immer wieder in der Literatur erwähnt wird und was ich in meinem >Bekanntenkreis beobachten kann: aus moderatem KH Genuss wird exzessiver (so, wie wenn ein Alkoholiker nur mehr moderat trinken will). Das passiert ja nicht, weil die Leute „dumm“ sind – KH machen einfach nicht satt sondern führen über BZ-Schwankungen zur nächsten Heißhungerattacke. Fett und Eiweiß machen über Leptin Steigerung satt.

Aber natürlich spielt die Qualität der KH eine Rolle: wenn Du täglich als Beilage eine Mischung aus Vollkornreis und Mungbohnen isst, wirst Du aller Wahrscheinlichkeit diese Probleme nicht haben (aber Abnehmen wird es auch nicht fördern).

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 09:45

Ich denke, so variieren viele das Bernstein-Protokoll, ich sehe es als gute Leitlinie die ich nach bestem Wissen und Gewissen an meine Lebenswirklichkeit anpasse, und nicht umgekehrt.

Patienten-Empowerment ist hier das Schlüsselwort, und das bedingt auch, dass der Patient nicht nur über die Möglichkeiten der Medikation und Technik aufgeklärt ist, sondern auch über Möglichkeiten die eine Ernährungsumstellung bieten.
Genau so sehe ich es auch. Es geht nicht um "du darfst nicht", sondern "was schmeckt, ist praktikabel UND macht am Ende nicht viel Theater". Und genau diese Schnittmenge ist, was dir am Ende Stabilität bringt und damit auch Lebensqualität.
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Mittwoch, 16. Mai 2018, 10:05

Was immer wieder in der Literatur erwähnt wird und was ich in meinem >Bekanntenkreis beobachten kann: aus moderatem KH Genuss wird exzessiver (so, wie wenn ein Alkoholiker nur mehr moderat trinken will). Das passiert ja nicht, weil die Leute „dumm“ sind – KH machen einfach nicht satt sondern führen über BZ-Schwankungen zur nächsten Heißhungerattacke. Fett und Eiweiß machen über Leptin Steigerung satt.
Erstaunlich, wie ich meine Sucht im Griff habe: Mein KH-Konsum steigt keinesfalls an. Er liegt bei stabilen 3 - 30 BE pro Tag. :D Und das hängt nicht damit zusammen, dass ich kontrolliere / weiß was ich esse bzw. meinen KH-Konsum einschränke, sondern einfach weil ich das esse, worauf ich Lust habe. Wenn mir mal an einem Tag ein Brokkoli und ein Schnitzel vor die Flinte kommen, ist das genauso "gut" wie eine (besser zwei) Portion(-en) Bratkartoffeln. :urlaub
Für mich ist das (wieder mal) zu sehr mit der "KH sind der Teufel"-Keule geschwungen. Ja, ich glaube auch, dass bei KH ein gewisser Suchtfaktor dabei ist. Dass man aber immer mehr davon isst (und daran elendiglich zugrunde geht), halte ich nicht für mehrheitsfähig - also ich glaube nicht, dass das auf die Mehrheit zutrifft.

Einmal mehr: Schlemmen und schlemmen lassen. :)

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 10:38

Ich seh's ein bisschen anders als LocMa.
Kohlenhydrate sind per se nicht evil und giftig. Wenn regelmäßig darauf geachtet wird, dass man für seine Insulinresistenz und Fettadaption was tut (Sport, Fasten, kein Junkfood, etc) kann ein Gesunder damit gesund bleiben und ein T1D mit viel Arbeit und Technik auch einen guten A1c erreichen. Leider sind die Übergänge halt fließend, manch einer hat nie Probleme, andere dafür um so schneller.

Ich habe die Beobachtung gemacht, dass in jungen Jahren kaum Probleme mit Insulinresistenz vorhanden ist, im Laufe der Zeit aber immer mehr der Glukosestoffwechsel auf Grund der üblichen KH-Mast bevorzugt wird, bis der Fettstoffwechsel so ab 30 Jahren total verkümmert und sich die Probleme entwickeln mit Übergewicht, Metab. Syndrom, hormoneller Schieflage etc. Darum rate ich auch per se niemand, seine Ernährung so krass umzustellen sondern lieber mal Fastentage zu machen und regelmäßig Sport zu treiben. Meine Kinder essen ganz normal Nudeln, Schokolade etc, sie sind schlank und gesund, ich sehe da überhaupt keinen Anlass, da was zu ändern. Ich bin allerdings sensibilisiert und achte darauf, dass sie nicht allzuviel Junk essen und Spaß beim Sport haben.

Interessant ist, vor meiner Ernährungsumstellung hat mich ein Teller mit Spaghetti nicht wirklich satt gemacht. Jetzt, wenn es ausnahmsweise mal Nudeln oder eben Spaghetti gibt, sättigt das ganz schön. Da reicht ein Teller. Vorher undenkbar!
Andersherum, kann ich eine Packung Mascarpone verdrücken, ohne danach "satt" zu sein. Und eines hab ich auch festgestellt: mit Carbs im Bauch schläft es sich nachts besser.

Ich bin ehrlich: ohne T1D wär mich das ganze Thema wohl egal. Vielleicht hätt ich mir mit 120kg mal Gedanken gemacht, ob das so toll ist und wäre zum gleichen Schluss gekommen. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich kann aber jeden verstehen, der nicht darauf verzichten will.

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Dienstag, 22. Mai 2018, 15:34

LC -HF- Bernstein und last not least Keto

Liebe Leute hier im Forum.
ich war schon länger nicht mehr hier im Insulinclub. Interessante Themen haben mich wieder hier hereingeholt.
ich bin mit DMT2 seit 2011 in fester Hand der Pharmaindustrie ( Lantus 26 IE + Actrapid Bolus Summe >30 unter Umständen) und habe diverse Versuche hinter mir das Ganze in stabile Grenzen zu bringen. Ist nicht gelungen.
Versuche mich nun selbst loszueisen. Ich habe einen Zappelzucker mit teilweise sehr hohen Werten gehabt. Ja , was habe ich gemacht , immer im Teufelskreis messen - essen - spritzen- messen - nachspritzen gedreht zwischen Frust und Egal..... HbA1c war immer erhöht, bis 6,5 ), Heißhunger ... Hypos hatte ich , und die Gefahr war nicht gering.

Im letzten Sommer wurde bei mir ein MRT gemacht, wg einer seit 20 Jahren mit Komplikationen schon währenden Autoimmunerkrankung der Leber zur Kontrolle. Ich habe meinen Rettungsring um den Bauch gesehen und danach dem überzeugt den Kampf angesagt. Ich fühlte mich auch als Masthuhn. Aus den Med Fachkreisen gab es keine Ernährungs- Unterstützung, nur das übliche aus der DGE und Vorschläge zu weiterer aggressiver , invasiver Diagnostik. Lebertransplantation als Ausweg.....

Ich kam selbst dann mit Vit D Verfechtern, mit LC- Paleo Infos durch verschiedene Vorträge in Kontakt und habe selbst experimentiert. Durch LC , nach und nach immer konsequenter, ist folgendes passiert:
Blutzuckerspitzen waren weg, ich testete so nach und nach langsame Insulin-Reduktion. Bin jetzt bei 1x täglich 13 IE Lantus und maximal 4 (5) , meistens i. R. 0-1 IE Apidra pro Tag.
Und das offensichtliche: ohne jemals zu hungern , 14 kg abgenommen.
Das Buch von Dr. Bernstein hat mich noch zusätzlich auf Trapp gebracht.
Die ersten Erkenntnisse sind sehr zufriedenstellend auf den ersten Blick.

Ich esse seit gut 1/2 Jahr kein Zucker, kein Brot, kein Pasta, kein Getreide, keine Hülsenfrüchte , keine Mopros mehr außer Butter und Sahne. Mopros , wie Frischmilch, yoghurt, Quark usw lassen den BZ unkontrolliert bei mir hochsteigen. Bei stark weiterverarbeitetem und gereiftem Käse ist die BZ Wirkung nicht so stark, aber bei mir sehr wohl messbar gewesen. Die Hinweise von Dr. Bernstein sin sehr wohl stimmig! Das hieß LC als Basis und logisch eben auch HF mit Ketogener Stoffwechsellage... in 2. Linie.
Das beste aber ist, jetzt ein stabiler BZ Spiegel zwischen 75 - 120. Keine Angst mehr vor Hypos. Das es sowas gibt, macht mich glücklich!!!

Ich lebe von Salaten, Gemüse , moderat Fleisch von Grünland ernährten Tieren , Fisch und Eiern., ferner gute O3 Öle.
Was mich aber immer noch irritiert, sind BZ- Werte so bei 160 gelegentlich, die ich mir nicht erklären kann. Liegt das am Leberstoffwechsel? Bei Dr. Berstein habe noch nichts über den Stoffwechsel -Zusammenhang von Leber und BZ gelesen. Meine Ärzte finden das genauso wenig relevant ......
Weiß jemand von euch etwas darüber?

Eigentlich heißt es immer , wenn man derart reduziert ohne KH lebt, braucht man gar kein Insulin mehr. Das kann ich aber nicht bestätigen. Was ist eure Beobachtung? Und wie ist das zu erklären?

Apropos ungenaue Bz -Messgeräte, das ist mein Verdacht auch schon lange. Ich teste öfter mal an verschiedenen Fingern, vorher sogar Hände gewaschen und da kommen stark sich unterscheidende Werte heraus.... Habe ein Accu check aviva.
Die sog. Plastik-Solostars sind auch nicht exakt in der Abgabe. Meine Ärzte sagen aber Nein, das kann nicht sein. Ich als Insulinempfänger werde mit meinen Beobachtungen nicht ernst genommen.
Nachdem, was ich hier erfahre, bin ich ja wohl nicht ganz verkehrt. Werde mich nun mal um die 2 hier genannten BZ- Messgeräte kümmern.

Ich hoffe , ich bekomme ein paar Antworten..
Vielen Dank, fürs Lesen und Erklären....
Grüße von Myfairlady

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Dienstag, 22. Mai 2018, 15:55

Grats. Wobei bei mir Hülsenfrüchte wie Bohnen & Erbsen relativ unproblematisch sind und mit Bolus eingefangen werden. Daher "gönne" ich mir diese, wenn auch in Maßen. Und wenn ich dazu eben 1 IE spritze, was solls. Ähnlich halte ich es mit Eiweißbrot - sind ein paar KH, aber 2-3 Scheiben kann ich mit einer einzigen Einheit Bolus abdecken.

Deine Beobachtungen, "abnehmen ohne zu hungern" und neben dem stabilen BZ ein stabiles Gewicht (sobald das persönliche Normalgewicht erreicht ist) - ich kanns nur bestätigen.

Übrigens vertragen sich IMHO Milchproduke wie Naturjoghurt/Quark bestens mit modernen Kurzzeitinsulinen. Die "Dr. Bernstein" gegenüber dem Humaninsulin nicht so gerne mag. Ich denke, wie man mit sowas umgeht muss jeder selbst herausfinden. Bei mir funktionieren ein paar(!) Carbs und wenig Bolus dazu (täglich zu 95%+ unter 3 IE) trotzdem sehr gut. Drei Jahre lang jedes mal ein HbA1C von 4.9 bis 5.0 und Gewicht im bereich +/- 1 kg stabil (BMI 21) sprechen Bände. Allerdings auch seit Nov 2014 das libre - werds nicht mehr hergeben, das ist so viel besser als die Punktmessungen am Finger. Nicht genauer, aber ich lerne aus der datendichte mehr als mir der Messfehler an Verlust beschert.

Aktuell bastel ich an Low Carb Eis (trotz Eismaschine etwas tricky) und Kuchen/Nussecken/Muffins. Letzte klappen sehr gut.
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Dienstag, 22. Mai 2018, 16:06

Hallo
Eigentlich heißt es immer , wenn man derart reduziert ohne KH lebt, braucht man gar kein Insulin mehr. Das kann ich aber nicht bestätigen. Was ist eure Beobachtung? Und wie ist das zu erklären?
Wo wird das gesagt?
Wenn der Körper kein Insulin produziert dann muss es immer gespritzt werden. Das machen auch diejenigen die sich mit wenigen/ohne KH ernähren. Sogar wenn man gar nichts isst würde man noch Basalinsulin brauchen.

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butterkeks

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Dienstag, 22. Mai 2018, 17:51

Myfairlady ist T2, da kann die Ernährungsumstellung schon ausreichen, um kein externes Insulin mehr zu brauchen. Bei T1 ist das aber nicht möglich.
Bohnen / Hülsenfrüchte würde ich als T2 nicht komplett streichen, die sind so langsam, dass sie kaum eine Rolle spielen. Ebenfalls MIPROS, wenn man die verträgt, kein Problem. Aber halt alles in Maßen. Das erweitert das Spektrum halt immens und Essen bleibt abwechslungsreich.
Als T2 würde ich auch mal Brokkoli-Sprossen-Extrakt ausprobieren. Der dort enthaltene Stoff senkt den BZ sehr gut, ähnlich Metformin. Oder halt 1kg Brokkoli am Tag essen. Ist ein Teufelszeug...

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