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Montag, 14. Mai 2018, 11:55

Ich bin sogar zu doof zum „zitieren“ Wahrscheinlich hat mein miserabler GVI schon zu Hirnerweichung geführt .... :help:

Gummihupe

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Montag, 14. Mai 2018, 13:24

Dieses Güte-Problem ist schon länger ein Thema, dazu wurden Kriterien wie der GVI (Glycemic Variability Index) und PGS (Patient Glycemic Status) bereits vor Jahren vorgeschlagen (https://www.healthline.com/diabetesmine/…ng-is-your-line). Der GVI spiegelt dabei die Variabilität oder das Schwingungsverhalten der Zuckerkurve wider, der PGS-Wert zieht zudem noch den mittleren Glukosewert (also auch den HbA1C-Wert), sowie die Anteil der Datenpunkte im Zielbereich mit ein. Zusammen mit dem Langzeitzucker ergibt sich dadurch ein annähernd ganzheitliches Bild. Ein GVI-Wert von < 1.2 gilt dabei "nicht-diabetisch" und zeigt einen Zuckerverlauf mit hinreichend geringer Schwankung über die ausgewählte Zeitlänge, ein PGS < 35 steht für einen "exzellenten glykämischen Status". xDrip rechnet seit Ende Februar beide Werte standardmäßig mit aus.
Dadurch können die sogenannten "erkauften" guten Zuckerwerte erkannt und die Behandlung entsprechend angepasst werden.



Apropos Messungen.... kann jemand da Draußen einer mathematisch völlig unterbelichteten Person erklären wie man den GVi resp. PGS Wert selber errechnet? ?( Ich habe es mit dem Link versucht, und darin war es auch erklärt( mittels einfachster Mathematik zu berechnen, stand da... :rofl ) Aber die scheinen noch nicht auf mich, den Dümmsten Anzunehmenden User getroffen zu sein. Ich schnall es nicht...


Für das Beispiel sei eine fiktive Zuckerkurve mit den Werten 80, 121, 190, 140, 87 gegeben mit je 5 Minuten Zeitdifferenz.

Für den GVI: Du hast deine Zuckerkurve und berechnest die Differenzen der aufeinanderfolgenden Werte: 41, 69, -50, -53 (Zucker, dy), 5, 5, 5, 5 (Zeit, dx). Die Werte werden quadriert, addiert was nach dem Wurzelziehen der Länge der Hypothenuse im Dreieck und damit der Steigungsstrecke entspricht. dy^2 = 1681, 4761, 2500, 2809, dx^2 = 25, 25, 25, 25, dL = 41.3, 69.2, 50.3, 53.2. Die Summe bildet dann die "Länge" L der Steigungen, hier 214. Der Wert wird mit einem Referenzwert von gesunden Menschen verglichen (mal angenommen dieser sei 100). Große Schwankungen über eine gewisse Zeit erhöhen damit deinen L-Wert und zeigen einen unkontrollierten Zuckerverlauf. Der GVI ist damit 214/100 = 2.14.

Für die Zeit kannst du dann auch den mittleren Glukosewert angeben, hier 123.6 (entspricht einem HbA1C von 6.2, also "gut"), trotzdem schwankt die Kurve enorm über die Zeit.

Nehmen wir an, der Zielbereich liegt zwischen 100 bis 180, dann sind 80 und 87 zu gering, 190 zu hoch und damit nur 2 Werte "in Range", also 40% (entspricht 0.4 im statistischen Sinne, wobei 100% = 1 sind).
Damit ergibt sich ein PGS-Wert von 2.14 x 123.6 x (1 - 0.4) = 159.

Hier zeigt sich zwar ein annehmbarer Langzeitzuckerwert von 6.2, die weiteren Werte sagen jedoch durch GVI => 1.5 und PGS > 150 eine hohe glykämische Variabilität und einen sehr schlechter glykämischer Status.

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Montag, 14. Mai 2018, 14:16

Aha.... :huh:
Nun hab ich aber nur die Daten aus dem Freestyle Libre, sprich die Tagesdiagramme. Die sind immer in 6 h Intervalle aufgeteilt. Hilft mir das bei der Berechnung des GVI? Mal sind 6 Stunden mit kaum Bewegung (Nachts) und mal mit echt viel (hoch/runter) im Stundentakt. Wie soll ich da mit einer kontinuierlichen Zeitachse rechnen...
Jesses... ich hätte mich nicht fortpflanzen sollen, es scheint als wäre bei mir nicht viel Licht im Dunkel... Hoffentlich hat sich das nicht vererbt.
Ich bin ehrlich gesagt schon beim „Wurzelziehen der Länge der Hypothenuse im Dreieck“ ausgestiegen...

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Montag, 14. Mai 2018, 14:26

Aha.... :huh:
Nun hab ich aber nur die Daten aus dem Freestyle Libre, sprich die Tagesdiagramme. Die sind immer in 6 h Intervalle aufgeteilt. Hilft mir das bei der Berechnung des GVI? Mal sind 6 Stunden mit kaum Bewegung (Nachts) und mal mit echt viel (hoch/runter) im Stundentakt. Wie soll ich da mit einer kontinuierlichen Zeitachse rechnen...
Jesses... ich hätte mich nicht fortpflanzen sollen, es scheint als wäre bei mir nicht viel Licht im Dunkel... Hoffentlich hat sich das nicht vererbt.
Ich bin ehrlich gesagt schon beim „Wurzelziehen der Länge der Hypothenuse im Dreieck“ ausgestiegen...


Da es in Relation zur Zeit berechnet wird, ist es egal wenn die Abstände unterschiedlich sind (zum Verwirren: nicht äquidistant). Prinzipiell würdest du für jeden Messpunkt die Berechnung ausführen und das für einen ganzen Tag durchexerzieren. Die Summe fasst alles zusammen. Das Ganze dann für jeden deiner aufgezechneten Tage und du bekommst einen super Mittelwert (super im Sinne von Rauschresistent, vielleicht nicht so super wenn die Werte selbst nicht so super sind).

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Montag, 14. Mai 2018, 14:48

Jesses... ich hätte mich nicht fortpflanzen sollen

Doch, doch, doch, unbedingt!!! Diese Welt brauch auch noch was anderes, als Mathematiker und Ingeneure!

es scheint als wäre bei mir nicht viel Licht im Dunkel... Hoffentlich hat sich das nicht vererbt.

In einer Klausur war ich mal so durch den Wind, dass ich einen Wert ums verrecken nicht mehr ermitteln konnte. Hab mir dann die Kurven in eine Koordinatenkreuz gemalt (Pi * Daumen) und das 'ungefähr genaue' Ergebnis abgelesen. Hab immerhin noch ein paar Pünktchen für die kreative Lösung bekommen.

Keine Sorge, das Mathe-Gen überspringt auch schon mal gern eine Generation.

Ich bin ehrlich gesagt schon beim „Wurzelziehen der Länge der Hypothenuse im Dreieck“ ausgestiegen...

Ich glaube, das ist Stoff der 7. oder 8. Klasse, oder? Wie lange ist das her? Aha! Wie oft hast du das seit dem mal gebraucht? Aha! Welchen Anlass sollte dein Hirn dann haben, sich das zu merken? Eben!!!

Tröstende Grüße vom Arbyter
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Montag, 14. Mai 2018, 19:20

Mitte Februar, Erstdiagnose DM1, HbA1c: 15,2%
Heute: 7,6%

Ich glaube nochmal bekomme ich so ne Steigerung nicht hin :thumbsup:

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Montag, 14. Mai 2018, 20:03

Ich glaube nochmal bekomme ich so ne Steigerung nicht hin :thumbsup:


LOL! Hoffentlich nicht, du sollst ja weiter unter uns weilen. Herzlich willkommen und Glückwunsch zum (erfolgreichen) Start!
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Dienstag, 15. Mai 2018, 07:34

Mitte Februar, Erstdiagnose DM1, HbA1c: 15,2%
Heute: 7,6%

Ich glaube nochmal bekomme ich so ne Steigerung nicht hin :thumbsup:


Ich freue mich auf die erste Meldung mit negativem HbA1c :D

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Dienstag, 15. Mai 2018, 10:59

Von 6,7 runter auf 6,4 yeah :)

Die Basallücke scheint gefüllt.

Gruß Julmond

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